Rekonstruktion zerrissener Stasi-Unterlagen beim Bundesbeauftragten fĂŒr die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes

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  last edited: Sat, 13 Jan 2018 19:06:58 +0100  
Um den Jahreswechsel berichten Medien ĂŒber den Stand der Rekonstruktion zerrissener Stasi-Unterlagen beim Bundesbeauftragten fĂŒr die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes . Auf der Website der Stasi-Behörde gibt es eine kompakte Übersicht, was bis jetzt in Sachen Rekonstruktion zerrissener Stasi-Unterlagen getan wurde und wo die Rekonstruktion jetzt steht. Zitat Inhaltsverzeichnis von dieser Website:
   Ursprung
Warum gibt es zerrissene Stasi-Unterlagen?
Wieviel Material wurde vernichtet?
Wie groß ist die Menge an von Hand zerrissenem Material?
Konnte zerschreddertes Papier rekonstruiert werden?
    Verfahren
Warum wird ĂŒberhaupt rekonstruiert?
Weiß man, was in den SĂ€cken fĂŒr Inhalte liegen?
Wie werden SĂ€cke fĂŒr die Rekonstruktion ausgewĂ€hlt?
Wie lÀuft die manuelle Rekonstruktion ab?
Seit wann gibt es die virtuelle Rekonstruktion?
Wie ist das Projekt virtuelle Rekonstruktion finanziert?
Wie funktioniert die virtuelle Rekonstruktion?
Wie können die Unterlagen genutzt werden?
    Inhalte der zusammen gesetzten Unterlagen
Was steht in den Dokumenten?
    Stand der Rekonstruktion
Wie viel wurde bislang zusammengesetzt?
Funktioniert das virtuelle Verfahren?
Warum dauert das Entwickeln des Verfahrens so lange?
Wo steht die Rekonstruktion jetzt?

Ich bin der Meinung, dass es sich lohnt fĂŒr die Rekonstruktion zerrissener Stasi-Unterlagen eine Lösung zu testen, fĂŒr die keine teuere Scanner eingesetzt werden. Mir schwebt bspw. folgende Vorrichtung fĂŒr die Rekonstruktion zerrissener Stasi-Unterlagen vor:

  • ein lĂ€ngeres Rohr - hier
    Image/photo
    mit dem braunen Rechteck schematisch dargstellt.
  • In dieses Rohr werden die einzulesende Schnipsel portionsweise auf ein durchsichtiges Regal -mit der blauen Linie dargestellt - eingefĂŒhrt - bspw. mit einem Luftstrom
  • dann werden die eingefĂŒhrte Schnipsel manuell auf dem durchsichtigen Regal ohne Überlappung angeordnet
  • im nĂ€chsten Schritt werden die Schnipsel mit den Kameras von oben und unten aufgenommen. Dabei ist vermutlich mit einem ĂŒberschaubaren Aufwand eine Lösung machbar, mit der alle mit roten Kreisen dargestellten Kameras von oben und unten mit _einem_ Tastendruck ein Foto machen
  • im nĂ€chsten Schritt werden die bereits eingelesene Schnipsel eingesaugt und die Schleife wird mit dem Scritt eins wiederholt
So einzeln eingelesene Schnipsel werden dann durch entsprechenden Algorithmen zu ganzen virtuellen Textseiten zusammengefĂŒgt. Hat jemand Lust, Zeit sich zusammenzuschließen, um im Rahmen eines Open-Source Projekts, zu versuchen, der Aufgabe "Rekonstruktion zerrissener Stasi-Unterlagen" zu stellen? Hier https://prototypefund.de/ könnte man sogar eine Förderung fĂŒr so ein Projekt beantragen. Die nĂ€chste Bewerbungsrunde beginnt am 1. Februar 2018.

Die Rekonstruktion zerrissener Stasi-Unterlagen wÀre m.E. eine Möglichkeit, die Lösungen praxisbezogen anzuwenden.

#Stasi #BStU #StasiUnterlagen @Deutschsprachige Nutzer+
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@cb7f604332cf39
Dein Vorschlag funktioniert nicht, weil die Schnipsel zerkinttert oder sich gerollt haben.
FĂŒr die Entwicklung von praxistauglichen LösungsansĂ€tzen wĂ€re sicherlich hilfreich eine mehr oder wenige reprĂ€sentative Menge echter Schnipsel zu haben. Mal angenommen, der Anteil von zerkintterten oder gerollten Schnipsel hĂ€lt sich in Grenzen, dann könnte man diese manuell trennen und in einem separaten Schritt entsprechend "normalisieren" oder auch gleich einscannen - je nach dem, was sinnvoller ist.
Camron Bickford
  
Ein Raum mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit koennte vielleicht bein entknittern und entrollen helfen?
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  last edited: Sat, 13 Jan 2018 19:09:03 +0100  
Ein Raum mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit koennte vielleicht bein entknittern und entrollen helfen?
Genau - wie es eben beim BĂŒgeln ĂŒblich ist. Wobei die Gefahr besteht, dass feuchte Schnipsel verkleben bzw. an den WĂ€nden haften bleiben. Wenn man das Entknittern _nicht_ im Kameraraum durchfĂŒhrt, dann dĂŒrfte die hohe Luftfeuchtigkeit kein Problem sein. Schade, dass man darauf angewiesen ist, die LösungsansĂ€tze auf hypothetischen Annahmen zu entwickeln - ohne echte Schnipsel.
Über die Spaltung des Netzes in digitale StĂ€mme: Wahr ist, was gut fĂŒr uns ist!

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  last edited: Thu, 28 Dec 2017 10:01:16 +0100  
Es war eines der großen Versprechen der digitalen Kultur, dass die Organisation von Wissen demokratisiert wird. Es ist anders gekommen. Man trennt sich einfach von denen die anderer Meinung sind. Das ist technisch einfach, hat aber weitreichende Folgen, sagt der Kulturwissenschaftler Michael Seemann.

Weiterlesen -> http://www.deutschlandfunkkultur.de/ueber-die-spaltung-des-netzes-in-digitale-staemme-wahr-ist.1005.de.html?dram:article_id=402879

An sich ein interessanter diskussionswĂŒrdiger Artikel. Was mich ankotzt, dass auf der Website eines öffentlich-rechtlichen Senders #Deutschlandfunk ich einem externen privaten Anbieter wie die US-Firma Disqus, Inc. meine persönliche Daten anvertrauen muss, um einen Kommentar zu schreiben. Hab mich ĂŒberwunden und auf der Disqus-Plattform mich angemeldet, mein Kommentar ist (evtl. noch ) nicht freigeschaltet.

Ich meine, es gab bereits lange bevor wir mit den PhĂ€nomenen Facebook und Twitter beglĂŒckt wurden, die Politikeliten, Vermögens- und Einkommenseliten, die sich in ihren Parallelen RealitĂ€ten abgekapselt haben und die bis heute ihre Ideologien in diesem Parallelen Universum hegen und pflegen. Jetzt wo digitale Technologien es auch anderen Menschen ermöglichen, sich zu organisieren, werden diese andere Organisationsstrukturen mit "Parallele RealitĂ€ten", FilterBubble, Filterblase usw. stigmatisiert.  
Fake News sind der identitĂ€tsstiftende Treibstoff, der als Abgrenzungsmarkierung nach außen und als soziales Schmiermittel nach innen wirkt.
- das gilt auch fĂŒr die alteingesessene Eliten in ihren Parallelen RealitĂ€ten.

#FilterBubble #FilterBlase #Digitalisierung #Meinungsmacht #Digitalpolitik #ParalleleRealitÀt #MichaelSeemann
@Deutschsprachige Nutzer+ @Zot universe NEWS+
tonnerkiller
 
Ein erster Gedanke zu ner möglichen Diskussion:
Haben sich die Eliten vielleicht heer abgeschottet und nen Kericht darum geschert, was die ungewaschenen Massen denken oder wollen wĂ€hrend die Alt-Right nicht nur in ihrer gated community leben will, sondern verlangt, daß alle sich ihren Vorstellungen beugen?
Womöglich wollten die Eliten "nur" Wohlstand und ihre Ruhe, wÀhrend der Alt-Right das nicht reicht: Sie wollen definieren, wie andere sich zu verhalten haben. Wo die Eliten noch liberal, wenn auch neoliberal denken, denkt die Alt-Right reaktionÀr. Oder mit git gesprochen: Die Eliten machen nen fork, die Alt-Right setzt nen eigenen Server auf und will alle anderen Server verbieten.

Wie gesagt, erste Gedanken, die auch falsch und unausgegoren sein können.
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  last edited: Thu, 28 Dec 2017 09:47:11 +0100  
@tonnnerkiller
Alt-Right nicht nur in ihrer gated community leben will, sondern verlangt, daß alle sich ihren Vorstellungen beugen?
Was meinst du hier mit Alt-Right?

Wo die Eliten noch liberal, wenn auch neoliberal denken, denkt die Alt-Right reaktionÀr.
Damit diese Diskussion hier nicht in einzelne SelbstgesprĂ€che zerfĂ€llt, wĂ€re es aus meiner Sicht hilfreich, zu prĂ€zisieren, was im Kontext dieser Diskussion mit liberal und reaktionĂ€r gemeint ist. In anderen Kontexten, Diskussionen mache ich die Erahrung, dass manche Diskussionsteilnehmer ihren eigenen Weltanschauungen das Etikett "liberal" verpassen, obwohl in meiner Wahrnehmung dies Weltanschauungen sind, die einzig und allein darauf ausgerichtet sind, um die Vorteile fĂŒr die Mitglieder eigener Parallelen RealitĂ€ten zu sichern.

@Oliver
Verstehe nicht weshalb du dich bei Disqus anmeldest, wenn du das doch eigentlich nicht willst. Damit hast du Disqus als Kommentarfunktion bestÀtigt. Schreib doch einfach der Redaktion wenn du was loswerden willst.

> Damit hast du Disqus als Kommentarfunktion bestÀtigt

Dies ist mir bewusst. Zwei UmstÀnde haben bei der Entscheidung, mich bei Disqus anzumelden, eine wichtige Rolle gespielt:
1) Ich gehe davon aus, dass es nichts bewirkt, wenn nur die Redaktionsmitarbeiter meine Kommentare lesen. Ich habe reichlich Erfahrungen, darunter mit Öffentlich-Rechtlichen (ÖR) Sendern allgemein und mit Deutschlandfunk ganz konkret und diese Erfahrungen lehren mich, dass die Redaktionen der ÖR-Anstalten in Denkmustern der alteingesessenen Politiker-, Vermögens- und Einkommenseliten verhaftet sind. Ich habe mich bei Disqus angemeldet, weil ich ein Funkchen Hoffnung gehabt habe, dass mein Kommentar zu diesem an sich interessanten Artikel Über die Spaltung des Netzes in digitale StĂ€mme: Wahr ist, was gut fĂŒr uns ist! [1] freigeschaltet und von anderen Lesern wahrgenommen wird. In Begrifflichkeiten des Artikels [1] ist meine Anmeldung bei Disqus nichts anderes, als ein Versuch, aus meiner Echokammer, meiner FilterBubble auszubrechen und mit der Außenwelt zu kommunizieren. Als ich festgestellt habe, dass mein Kommentar nicht freigeschaltet wurde, habe ich diese EMail

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe gestern auf http://www.deutschlandfunkkultur.de ĂŒber die
Disqus-Plattform angemeldet und diesen Kommentar


Ich meine, es gab bereits lange bevor wir mit den PhĂ€nomenen Facebook und Twitter beglĂŒckt wurden, die Politikeliten, Vermögens- und
Einkommenseliten, die sich in ihren Parallelen RealitÀten abgekapselt haben und die bis heute ihre Ideologien in diesem Parallelen Universum
hegen und pflegen. Jetzt wo digitale Technologien es auch anderen Menschen ermöglichen, sich zu organisieren, werden diese andere
Organisationsstrukturen mit "Parallele RealitÀten", FilterBubble, Filterblase usw. stigmatisiert.


zum Artikel
http://www.deutschlandfunkkultur.de/ueber-die-spaltung-des-netzes-in-digitale-staemme-wahr-ist.1005.de.html?dram:article_id=402879
geschrieben. Dieser Kommentar wurde bis heute nicht freigeschaltet. Ich bitte mir den Grund fĂŒr die Nichtfreischaltung nennen. Welche der hier http://www.deutschlandfunkkultur.de/kommentarregeln.1905.de.html genannte Kommentarregeln habe ich evtl. verletzt?

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

XXX
an die Redaktion geschickt. Mal sehen, ob die Redaktion sich dazu duchringt, mir die GrĂŒnde fĂŒr die Nichtfreischaltung des Kommentars zu nennen.

2) ich habe festgestellt, dass Kommentare in der regionalen Zeitung jetzt nur ĂŒber die Anmeldung mit einem Facebook, Twitter, Google-Plus oder Disqus-Account möglich sind. Wenn man alle diese Anmeldemöglichkeiten ablehnt, bleibt man in eigener Echokammer - meine Meinung.

Übrigens, ich nehme an, dass man bei Hubzilla-Promotion sich nicht vermeiden lĂ€sst, dass man auch auf den Plattformen aktiv wird, die Datenschutz und PrivatsphĂ€re anders praktizieren, als es den eingefleischten Hubzillianern lieb ist.
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M.E. zeigt die der Entstehung und Erstarkung der Alt-Right-Bewegungen sehr plakativ, dass die Akteure der etablierten politischen Klasse an den RĂ€ndern der Gesellschaft an GlaubwĂŒrdfigkeit verloren haben. Die spannende Frage ist, ob die Etablierten gewillt und im Stande sind, diese VerĂ€nderungen zu reflektieren.
Mir liegt an Gleichheit aller vor dem Gesetz, ... dem Recht seines eigenen GlĂŒckes Schmied sein zu dĂŒrfen.
Abstrakt gesehen, klingt gut und richtig - nur in der RealitĂ€t kommt es immer wieder auf die GrĂ¶ĂŸe des Geldbeutels an, wenn es darum geht, bestimmte Rechte durchzusetzen.